Mubea E-Mobility – Making Of

Kreationen


Als es hieß, dass unsere guten Bekannten von Mubea zu einer Besprechung einladen, weil wir eine Messe ausstatten sollten, gab es zunächst ein kleines Fragezeichen, denn im genannten Zeitraum war uns keine wichtige Automotive-Messe bekannt. Wo möchte der Leichtbauspezialist also ausstellen? Auf der Eurobike, sagte man uns. Am Bodensee. Da, wo die Ausstellungsstücke mit zwei statt vier Rädern auskommen. Da wurde uns wieder bewusst, dass Mubea ja bereits seit einiger Zeit das E-Mobility-Center in Attendorn betreibt, dessen Kopf Martino Lupo ist, ganz nebenbei – wie könnte es anders sein – ein begeisterter Radfahrer. Ein Logo hatten wir dafür schon gestaltet, aber dass neben dem Verkauf noch weitere Pläne bestanden, erfuhren wir erst mit dem Messe-Auftrag.

 

Wie bereits erwähnt, versteht sich Mubea als Leichtbauspezialist und Sinn und Zweck eines E-Bikes ist ja bekanntermaßen die Unterstützung des Fahrers. Er soll weniger strampeln müssen, dafür sorgt ein Motor, und je weniger es zu bewegen gibt, desto energiesparender wird das Ganze. Leichtbau ist also durchaus angebracht. So startete Mubea mit eigenen Systemkomponenten den Bau eines Ausstellungs-Mountainbikes und dieses galt es in Szene zu setzen.

 

Kommen wir also zum actionreichen Teil: Das neue Feld sollte mit einem eigenen Design und einer eigenen Kommunikation beworben werden, also bewegten wir uns jenseits der bekannten Mubea-Pfade und fingen an, Foto-, Print- und Videomaterial zu planen. Eine informative Broschüre – garniert mit edlen Produktfotos – und ein mitreißender Imagefilm sollten den Wissensdurst der Messebesucher stillen und so setzten wir uns mit vereinten Kräften parallel an die Projekte. Ein straffer Zeitplan machte uns das sprichwörtliche Feuer unterm Hintern, also lebten wir regelrecht die Dynamik, die wir vermitteln wollten.  Alex schnappte sich als erstes das Prototyp-Rad und schuf ein wunderschönes Lichtkonzept, das die Unternehmensfarbe schon im Studio mit einbezog. Carla nahm sich daraufhin die Systemkomponenten vor und ließ theoretisch schnöde Teile wie Akkus und Gabeln zu eleganten, fast lebendigen Objekten werden. Während Laura die Fotos in einer quadratischen Broschüre mit feinen Linien und vielen Rundungen zu einem Layout verband, schwang Alex sich wiederum zusammen mit Martino auf die Prototyp-Räder und begann das Setscouting. Damit war der Weg für den Imagefilm geebnet: Eine verlassene Industriehalle bildete den Rahmen für Akt 1, in dem das Auto in den Hintergrund und das Bike in den Vordergrund gehoben werden sollte. Dichter Nebel, gebrochenes Licht durch die großen Fenster und spannende Spiegelungen sorgten für Atmosphäre, mussten aber natürlich erst erschaffen werden, wofür unser Dank der tatkräftigen Unterstützung mehrerer Helfer gebührt: Die Mubea-Betriebsfeuerwehr schaffte alles herbei, sorgte für Kabel, Wasser für den Boden und natürlich auch die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen. Die Marketingabteilung organisierte alles auch lange über den Feierabend hinaus und zeigte dem Fototeam, das von Chiara untestützt wurde, die Halle. Martino, der bis zum Hals in den Vorbereitungen für die Messe steckte, wurde in den Anfangsszenen von einem Mubea-Auszubildenden gedoubelt. Mit Wasser und Nebelmaschinen erzeugten wir die im Konzept vorgesehene optische Wirkung: Als die Atmosphäre Stück für Stück erschaffen wurde, erlaubten sich alle Beteiligten einen kurzen Moment des Staunens. Die anderen Agenturmitglieder im Büro bekamen ab und zu ein Handy-Dokufoto, welches schon ohne jede Bearbeitung zeigte, wie schön die Aufnahmen werden würden. Doch das Zeitfenster war eng: Die Sonne als wichtigste Lichtquelle blickte nur etwa drei Stunden pro Tag im richtigen Winkel durch die großen, aber schmalen Fenster, sodass der Dreh in der Halle auf zwei Tage verteilt werden musste. Der Aufwand hat sich aber mehr als gelohnt, denn das Wichtigste am Film war ein mitreißender Einstieg.

Akt 2, welcher die technische Seite der Produktion zeigt, verschlug eine verkleinerte Variante des Drehteams nach Österreich, worüber wir in einem separaten Blog berichten.

 

In Akt 3 durften Martino und ein Freund von ihm dann wieder loslegen: Die zuvor ausgesuchten Waldstücke warteten auf ihren Einsatz als Kulisse und so verlud unser Filmteam das ganze Equipment ins Grüne. Hier kam auch eine GoPro zum Einsatz, die ja generell für die gröberen Drehs zuständig ist und auch den ein oder anderen kleinen Sturz wegstecken musste. Ergänzt wurde das Equipment um eine Drohne für die Perspektive und ein Minivan, aus dessen Seite gefilmt werden konnte. In erster Linie sollte in diesem letzten Akt der Spaß am Biken im Vordergrund stehen, sodass gerannt, gefahren und gerutscht wurde. Am Ende hatten alle ein bisschen Schlamm, ein bisschen Wasser und Kies abbekommen, waren aber zufrieden mit dem Ergebnis, welches den Kern der Marke trifft: Was passiert, wenn Leichtbau-Kompetenz auf das Wachstumsfeld der E-Mobilität trifft? Sehen Sie selbst.